Krimifestival: Doris Gercke „Die Nacht ist vorgedrungen“



20:00 - 22:00 Uhr // TTZ Marburg

Eintritt: Spende für das Marburger Frauenhaus

Mitveranstalter: Rosa Luxemburg Club Marburg und mit freundlicher Unterstützung durch Terzo PR



KRIMIFESTIVAL MARBURG 2021

Die Autorin Doris Gercke im Gespräch mit ihrer Verlegerin Else Laudan über „Die Nacht ist vorgedrungen“

Karla Böhm, Journalistin und Autorin, sucht in ihrer Erinnerung nach Antworten auf Fragen, die sie lange, vielleicht zu lange verdrängt hat. Ihr Bekannter, der Fotograf Heiner Kugler, ist tot. Als sie seine Leiche identifiziert, wird ihr klar, wie viel sie nicht weiß über diesen schrägen Freund, der sich offenbar solo auf zu dünnes Eis begeben hat. Er könnte an einer Story dran gewesen sein, die mit geheimdienstlichen Intrigen zusammenhängt.
Riskantes Terrain, aber das wäre typisch für ihn … Sie waren ein gefragtes Text-und-Bild-Team, haben die 1990er und Nullerjahre und den Niedergang des investigativen Qualitätsjournalismus überstanden, ohne sich korrumpieren zu lassen. Oder war das bloß Augenwischerei? Nach dem Ende des Kalten Krieges fuhren sie nach Moskau, sahen sich an, wer von der »fortschrittlichen« Gesellschaftsveränderung profitierte. Stießen dabei auf Muster, die sich andernorts wiederholten, es immer noch tun. Und jetzt, als moderat erfolgreiche Romanautorin, steht Karla Böhm vor der Entscheidung: Soll sie Kuglers Spuren folgen, sich mit womöglich übermächtigen Gegnern anlegen? Oder soll sie doch lieber die Sicher heit wählen, sich aufs Land zurückziehen, wie sie es schon lange vorhat? Was ist der Preis dafür, die Wahrheit zu verdrängen? Doris Gercke, nüchterne Ästhetin und gnadenlose Chronistin deutscher Geschichte im Spannungsgenre, schlägt mit ihrem neuen Roman einen Bogen durch die letzten Jahrzehnte – und landet unausweichlich bei großen Lügen in Vergangenheit und Gegenwart.

Foto: Doris Gerke © Deff Westerkamp

Die Autorin Doris Gercke wurde 1937 in Greifswald geboren. Ab 1988 wandte sie sich der politischen Kriminalliteratur zu. Nachhaltig berühmt wurde sie als Verfasserin der Bella Block – Kriminalromane.


Foto: Else Laudan © Privat

Else Laudan beschreibt sich so: „seit 1988 als hartnäckige Feministin und Ariadne-Lektorin/Verlegerin unterwegs in der Kultur rund um den Krimi. Schlechte Schreibe, Leser/innenverarschung und die meisten sozialen Verhältnisse auf diesem Planeten finde ich kriminell. Natürlich diskutiere ich mit Begeisterung unser Projekt Ariadne: Bücher, Geschichte, Idee, Autorinnen, Label und Anspruch, alles. Krimis an sich faszinieren mich, und ich kommentiere alles gern.“

Veranstaltungs-Interessierte werden gebeten sich anzumelden unter: info@terzo-pr.de