Online: Die Situation der Geflüchteten auf der griechischen Insel Lesbos

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19:00 - 21:00 Uhr //

Eintritt: frei

Mitveranstalter: Weltladen Marburg



Bild: CC BY-SA 4.0 commons.wikimedia.org/User:Cathsign

Online-Seminar mit Christian Jakob

(Autor und Journalist bei der tageszeitung)

Ein Blick zurück auf zehn Jahre Kampf gegen Lager und Internierung in der Ägäis, die Situation heute und was die deutsche EU-Ratspräsidentschaft für die Situation der Geflüchteten an den EU-Außengrenzen bedeutet.

Lesbos war vielen Menschen lange höchstens als Ferienziel bekannt. Seit einiger Zeit ist das anders. Die griechische Insel ist heute vor allem ein Synonym für das auf ihr von der EU betriebene Lager Moria. 3.000 Plätze gibt es in dem EU-finanzierten Lager offiziell, derzeit sind rund 20.000 Menschen vor Ort. Anfang Juli wurde die Ausgangssperre wegen Corona zum dritten Mal verlängert. Seit dem 21. März dürfen die Menschen das Lager nicht verlassen.

Es ist ein großer Erfolg der Zivilgesellschaft, dass sie Moria als Symbol für die Entrechtung von Geflüchteten ins öffentliche Bewusstsein gerückt hat. Hunderttausende haben sich in den letzten Monaten der damit verbundenen Forderung angeschlossen, das Lager oder wenigstens die Kinder dort zu evakuieren – mit Transparenten von ihren Balkonen, im Netz, mit Demonstrationen, in Interviews. Unterfüttert werden diese von vielen kommunalen Initiativen, die Platz angeboten haben, damit Deutschland Kontingenten zur humanitären Aufnahme zustimmt.

Christian Jakob ist Journalist bei der tageszeitung in Berlin und hat als Autor bzw. Herausgeber u.a. an den Büchern „Die Bleibenden“, „Dikatoren als Türsteher Europas“, „Angriff auf Europa“, „Atlas der Migration“ und „Atlas der Zivilgesellschaft“ mitgearbeitet.

Anmeldung für Seminar hier (erforderlich)