Dr. Stefan Wolle zu Berufsverboten in der DDR

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20:00 Uhr // Rathaus (Historischer Sitzungssaal)

Eintritt: Frei!

Mitveranstalter:



 

Der Verein Kulturelle Aktion/Strömungen e.V. und der Fachdienst Kultur laden am 29. März ein zu einem Vortrag über „Berufsverbote in der DDR“. Referent ist der Historiker Dr. Stefan Wolle, wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums in Berlin.

Für die Veranstalter ist dieser Vortrag im Rathaus eine Ergänzung zur ebenfalls im Rathaus (Raum 1) gezeigten Ausstellung „,Vergessene‘ Geschichte: Berufsverbote“ des Bündnisses „Berufsverbote Hessen“ (22. März bis zum 6. April (Mo – Fr 10-17 Uhr).

In den 70er Jahren erregte vor allem das Berufsverbot für den Marburger Postbeamten Herbert Bastian bundesweites Aufsehen und Proteste. Zugleich führte die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann zu heftiger Kritik bis in die örtliche DKP hinein. Deshalb bieten Ausstellung und Vortrag die Möglichkeit eines kritischen Rückblicks auf Berufsverbote in beiden Teilen Deutschlands.

Stefan Wolle (Jg. 1950) ist Autor u. a. einer dreibändigen Gesamtgeschichte „Alltag und Herrschaft in der DDR“ von 1949 bis 1989: „Die heile Welt der Diktatur“ über die Ära Honecker, „Aufbruch nach Utopia“ über die 1960er Jahre und „Der große Plan“ über die Aufbauzeit in den fünfziger Jahren. Nach dem Studium der Geschichte war Wolle 1976-1989 Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften der DDR; es folgten 1984 Promotion; 1991-1996 Assistenz an der Humboldt Universität, 1996-1998 Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft; 1998 2000 Referententätigkeit bei der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Mitarbeit des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin, bevor er die wissenschaftliche Leitung des DDR-Museums in Berlin neben dem Berliner Dom an der Spree übernahm.