Vorträge Dr. Karin Naase + Christina Haverkamp: „Die aktuellen Ereignisse am Amazonas“ + „Die Situation der Yanomami“



19:00 - 21:00 Uhr // Waggonhalle

Eintritt: Spende

Mitveranstalter: Semana Latina



14. Semana Latina
Dr. Karin Marita Naase (Ethnologin, Marburg) hat im Amazonasgebiet zu den sozialen und kulturellen Folgen der Zerstörung des Regenwalds und des dortigen Ausbaus von Mega- Infrastrukturvorhaben (Überlandstraßen, Häfen, Staudämme), zu traditionellen Gemeinschaften und staatlichen Umweltpolitiken und zum kulturellen Wandel traditioneller Gemeinschaften im Spannungsfeld von Tradition und Moderne geforscht. In ihrem Vortrag geht sie auf die neuesten besorgniserregenden Entwicklungen am Amazonas ein und zeigt die strukturellen Hintergründe der voranschreitenden Zerstörung des Regenwalds auf.
Die Situation der Yanomami in der Zeit der Corona-Krise
Seit über 30 Jahren setzt sich Christina Haverkamp für das Überleben der noch sehr ursprünglich lebenden Yanomami im südamerikanischen Amazonas ein.
Im Kolumbusjahr 1992 überquerte sie auf einem selbstgebauten Bambusfloß mit Rüdiger Nehberg den Atlantik, um auf die Landrechte der Indigenen Völker aufmerksam zu machen. Jedes Jahr lebt sie für mehrere Monate bei den Yanomami. In ihrem Vortrag, den sie weltweit hält, erzählt sie über das Leben der Yanomami und deren Bedrohung durch Goldsucher. Unter extremen Bedingungen baut sie für die Yanomami Krankenstationen und Schulen im Urwald auf. Aufgrund ihres unerschütterlichen und hartnäckigen Einsatzes gaben die Yanomami Christina den Spitznamen „Kohiba“, was „harte Bohne“ bedeutet, eine die sich nicht weich kochen lässt. Es erwartet Sie ein spannender, informativer und faszinierender Vortrag über das Leben der Yanomami aus einer anderen, fernen Welt. www.yanomami-hilfe.de
Eintritt: Spenden
Livestream-Adresse : www.facebook.com/waggonhalle
Reservierungen von Plätzen bei den Veranstaltungen: azietlow@waggonhalle.de